Therapiebegleithund

Tiere, hier im Speziellen Hunde, haben nachweislich eine positive Wirkung auf den Menschen. Dies ist mittlerweile wissenschaftlich hinreichend belegt. Aufgrund dieser Tatsache werden speziell ausgebildete Hunde zur Förderung psychischer, sozialer, emotionaler und kognitiver Fähigkeiten des Menschen eingesetzt (Tiergestützte Intervention).

Bekannt sind hier die tiergestützte Förderung (TGF) und tiergestützte Aktivierung (TGA), wie z.B. der Besuchshundedienst im Pflegeheim. Die Ausbildungsgrundlagen dazu erfolgen in der Regel jedoch nur in einem Wochenendkurs. Zunehmend werden aber auch Hunde mit an den Arbeitsplatz in Krankenhäuser, Seniorenheime oder therapeutische Einrichtungen mitgenommen, ohne dass das Mensch/Hund-Team über eine spezielle Ausbildung im Bereich der tiergestützten Interventionen verfügt.

Die Ausbildung zum Therapiebegleithund in der Hundeschule Freche Hummel ist von der Landes-
psychotherapeutenkammer zertifiziert!

Die durch die Hundeschule Freche Hummel angebotene Ausbildung in Tiergestützter Therapie (TGT) bzw. die Ausbildung zum Therapiebegleithund hingegen ist weitaus komplexer und tiefgreifender. Diese orientiert sich an der Definition der IAHAIO (International Association of Human Animal Interaction Organizations):

„Tiergestützte Therapie (TGT) ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte therapeutische Intervention, die von professionell im Gesundheitswesen, der Pädagogik oder der Sozialen Arbeit ausgebildeten Personen angeleitet oder durchgeführt wird. Fortschritte im Rahmen der Intervention werden gemessen und professionell dokumentiert. TGT wird von beruflich (durch Lizenz, Hochschulabschluss oder Äquivalent) qualifizierten Personen im Rahmen ihrer Praxis innerhalb ihres Fachgebiets durchgeführt und/oder angeleitet. TGT strebt die Verbesserung physischer, kognitiver verhaltensbezogener und/oder sozio-emotionaler Funktionen bei individuellen Klienten an. Die Fachkraft, welche TGT durchführt (oder der Betreuer der Tiere unter Supervision dieser Fachkraft) muss adäquate Kenntnisse über das Verhalten, die Bedürfnisse, die Gesundheit und die Indikatoren/der Regulation von Stress der beteiligten Tiere besitzen.“ IAHAIO White Paper 2014, deutsche Übersetzung: Beetz/ Olbrich