Ausbildung Tiergestütze Therapie (TGT) / Ausbildung zum Therapiebegleithund

Nächster Eignungstest am 14.09.2019 / Ausbildungsstart am 19.10.2019

Tiere, hier im Speziellen Hunde, haben nachweislich eine positive Wirkung auf den Menschen. Dies ist mittlerweile wissenschaftlich hinreichend belegt. Aufgrund dieser Tatsache werden speziell ausgebildete Hunde zur Förderung psychischer, sozialer, emotionaler und kognitiver Fähigkeiten des Menschen eingesetzt (Tiergestützte Intervention).

Bekannt sind hier die tiergestützte Förderung (TGF) und tiergestützte Aktivierung (TGA), wie z.B. der Besuchshundedienst im Pflegeheim. Die Ausbildungsgrundlagen dazu erfolgen in der Regel jedoch nur in einem Wochenendkurs. Zunehmend werden aber auch Hunde mit an den Arbeitsplatz in Krankenhäuser, Seniorenheime oder therapeutische Einrichtungen mitgenommen, ohne dass das Mensch/Hund-Team über eine spezielle Ausbildung im Bereich der tiergestützten Interventionen verfügt.

Die durch die Hundeschule Freche Hummel angebotene Ausbildung in Tiergestützter Therapie (TGT) bzw. die Ausbildung zum Therapiebegleithund hingegen ist weitaus komplexer und tiefgreifender. Diese orientiert sich an der Definition der IAHAIO (International Association of Human Animal Interaction Organizations):

„Tiergestützte Therapie (TGT) ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte therapeutische Intervention, die von professionell im Gesundheitswesen, der Pädagogik oder der Sozialen Arbeit ausgebildeten Personen angeleitet oder durchgeführt wird. Fortschritte im Rahmen der Intervention werden gemessen und professionell dokumentiert. TGT wird von beruflich (durch Lizenz, Hochschulabschluss oder Äquivalent) qualifizierten Personen im Rahmen ihrer Praxis innerhalb ihres Fachgebiets durchgeführt und/oder angeleitet. TGT strebt die Verbesserung physischer, kognitiver verhaltensbezogener und/oder sozio-emotionaler Funktionen bei individuellen Klienten an. Die Fachkraft, welche TGT durchführt (oder der Betreuer der Tiere unter Supervision dieser Fachkraft) muss adäquate Kenntnisse über das Verhalten, die Bedürfnisse, die Gesundheit und die Indikatoren/der Regulation von Stress der beteiligten Tiere besitzen. IAHAIO White Paper 2014, deutsche Übersetzung: Beetz/ Olbrich

Die Ausbildung umfasst - nach einem bestandenen Eignungstest - 7 Wochenendseminare (140 Unterrichtseinheiten) mit theoretischen und praktischen Inhalten sowie eine schriftliche und praktische Abschlussprüfung. Zusätzlich muss noch Zeit für Hausaufgaben, Übungseinheiten und für das Erstellen einer Hausarbeit mitberücksichtigt werden.

Die Ausbildung richtete sich an alle therapeutisch tätigen Menschen aus dem Bereich der Psychotherapie, der Ergotherapie, der Physiotherapie, der Kranken-/Altenpflege oder sonstigen Therapieformen. Auch können all jene an der Ausbildung teilnehmen, die als Therapiebegleithundeführer mit einem Fachtherapeuten zusammenarbeiten möchten.

Inhalte der theoretischen Ausbildung sind u.a. rechtliche Grundlagen, Hygiene, Kommunikation, Beziehung und Vertrauen, Stressmanagement, psychische Störungsbilder sowie körperliche Krankheitsbilder und Einsatzmöglichkeiten der tiergestützten Therapie.

Praxisbezogene Einheiten ergänzen jede theoretische Einheit. Der Hund ist zu jedem Ausbildungswochenende mitzubringen.

Teilnahmevoraussetzung ist ein bestandener Eignungstest (unabhängiger Termin im Vorfeld der Ausbildung am 14.09.2019, Anmeldung ist voraussichtlich ab 01.01.2019 möglich), bei dem u.a. der schon bestehende Grundgehorsam, die Leinenführigkeit und das Miteinander des Mensch/Hund-Teams überprüft werden.

Weitere Voraussetzungen neben dem bestandenen Eignungstest sind:

  • Gesundheitscheck Ihres Hundes bei Ihrem Tierarztes (ein entsprechender Vordruck wird zugeschickt)
  • Entwurmung (im Heimtierausweis eingetragen)
  • Vollständige Impfung (Nachweis im Heimtierausweis)
  • Gültige Hundehaftpflicht
  • Vollständig ausgefüllte und unterschriebene Anmeldung (wird zugeschickt)
  • Überwiesene Ausbildungsgebühr
  • Unterschriebene Einverständniserklärung bezüglich Filmaufnahmen (praktische Übungen werden zum Zweck des Besprechens gefilmt)

Referenteninnen:
Dipl. Psych. Katharina Gladisch, Psychologische Psychotherapeutin (VT), Systemische Therapeutin und Beraterin (SG), Systemische Supervisorin (SG), Systemische Paartherapeutin (IGST), Traumatherapeutin (DeGPT), Notfallpsychologin (BDP), Therapiebegleithundeführerin

Annette Buban-Waibel, Hundetrainerin, zertifiziert nach § 11 des Tierschutzgesetzes Rheinland-Pfalz, Aus-/Weiterbildungen: Berater Mensch/Hund, Hundeverhalten beobachten, der ängstliche Hund, Körpersprache Mensch/Hund, Möglichkeiten der Beschäftigung und des Spiels mit unseren Hunden, Konflikttraining für Hundetrainer, Weiterbildung für Hundetrainer - Erziehung, Beziehung, Beratung, Zirkuläres Denken und Fragen, Problemdefinition, Gesprächsführungstechniken, Tango an der Leine, Therapiebegleithundeführerin

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Die Kosten der Ausbildung in Tiergestützter Therapie (TGT) bzw. die Ausbildung zum Therapiebegleithund betragen 2.200 € für 140 Unterrichtseinheiten inklusive Unterrichtsmaterial und 100 € für die Abschlussprüfung.

Nach bestandener Prüfung erhält das Mensch/Hund-Team eine Teilnahmebestätigung und eine Urkunde als Therapiebegleithunde-Team. Die Abschlussprüfung kann gegen eine Gebühr von 50 € wiederholt werden.

Teilnehmerzahl: min./max. 6/7 Mensch/Hund-Teams

Fortbildungspunkte bei der Landespsychotherapeutenkammer werden beantragt.

Anmeldung zu Ausbildung wird voraussichtlich ab 01.01.2019 möglich sein.